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Disruption im Mittelpunkt

Wenn Altbewährtes von bahnbrechenden Innovationen verdrängt wird, spricht man von Disruption. Wie sich gute Ideen durchsetzen, lesen Sie im neuen Magazin.

 

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Fit für die Zukunft?

Grenke-Personalmanagement im „VUCA1-Umfeld“. „VUCA“ steht für volatile, uncertain, complex und ambiguous. Eine treffende Beschreibung für das Spannungsfeld, in dem Unternehmen sich im Hinblick auf ihre Entwicklung und die damit verbundenen Veränderungen behaupten müssen, sagt Mark Kindermann, das verantwortliche Vorstandsmitglied der GRENKE AG.

>> Neue Herausforderungen erfordern neue Ansätze und Visionen. Im Zeitalter von Digitalisierung und Technologisierung stellt sich die Frage: Fühlt sich GRENKE für diesen Wandel gut gerüstet?

Kindermann: Ausgangspunkt einer nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmensgruppe ist meiner Meinung nach das Agieren auf einer gemeinsamen Wertebasis. Als Leitplanken vermitteln sie Stabilität, Glaubwürdigkeit und Integrität. Die Mitarbeiter bilden darüber hinaus unser wichtigstes Kapital. Sie effizient und effektiv zu führen, stellt dabei eine der größten Herausforderungen dar. Hier genügt es uns aber nicht, nur bestehende Personalprozesse regelmäßig zu optimieren. Der stetig wachsende Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter, die sich immer häufiger flexibel auf wechselnde Anforderungen einstellen müssen, unsere immer komplexer werdenden Strukturen und die sich dynamisch verändernden Märkte fordern neue Strategien im Personalmanagement. Wichtig ist uns dabei, die Unternehmens- und Personalstrategien eng miteinander zu verknüpfen und mithilfe leistungsfähiger Prozesse und integrierter Systeme effizient umzusetzen.

>> Vor welche Aufgaben sehen Sie GRENKE in den nächsten Jahren gestellt?

Kindermann: Ausgehend von unseren strategischen Planungen sehen wir gerade im Hinblick auf die gesellschaftlichen Veränderungen, die zunehmende Dynamik der Märkte und die wachsende Heterogenität der Arbeitswelt eine besondere Herausforderung, im internationalen
Kontext Schlüsselpositionen in erfolgskritischen Funktionsbereichen zu sichern, Fach- und Führungskräfte an Grenke zu binden und die Qualifizierung unserer Mitarbeiter kontinuierlich und entlang der Erfordernisse weiter voranzutreiben.

>> Wie begegnet GRENKE den von Ihnen benannten Herausforderungen?

Kindermann: Eine enge Ausrichtung aller Personalmaßnahmen an den Unternehmenszielen und effektive Personalmanagementprozesse verbessern kontinuierlich unsere Leistungsfähigkeit und Produktivität. Die entscheidenden Key Performance Driver im HR-Bereich sind dabei die Schaffung transparenter globaler und standardisierter Prozesse sowie die Einführung einer globalen HR-IT-Plattform. Die besondere Herausforderung hierbei ist, im internationalen Kontext die jeweiligen lokalen Gegebenheiten und rechtlichen Erfordernisse zu berücksichtigen, die aber dennoch in Teilbereichen eine Anpassung der konzernweit einheitlichen Grundstruktur existierender Kernprozesse erforderlich machen, beispielsweise im Bewerbermanagement oder Entgeltprozess. Die Implementierung unserer HR-IT-Plattform im internationalen Kontext wird daher schrittweise erfolgen. In enger Abstimmung mit den Verantwortlichen vor Ort finden somit alle Besonderheiten bei der Implementierung der HR-Prozesse entsprechende Berücksichtigung und können als „Lessons Learned“ in die nachfolgenden Ausrollungsprojekte mit einfließen.

>>Verfolgt man die aktuellen Diskussionen um den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel stellt sich die Frage: Wie geht GRENKE mit diesen Entwicklungen um?

Kindermann: Neben den quantitativen Aspekten der strategischen Personalplanung, wie Wachstumsziele festlegen, Personalprozesse definieren und Soll-Ist- Vergleiche von benötigten Strukturen und Ressourcen vornehmen, werden wir uns zukünftig noch stärker auf die qualitativen Aspekte, wie die Definition benötigter Kompetenzen zur Strategieumsetzung, dem Entwerfen von Personalentwicklungsszenarien und der Identifizierung zukünftiger Kompetenz und Qualifizierungsanforderungen fokussieren. Zur Sicherung des zukünftigen Personalbedarfs werden wir zum einen unser internes Personalentwicklungskonzept weiter ausbauen und zum anderen im Bereich der Mitarbeitergewinnung weitere Anstrengungen zur Steigerung unserer Arbeitgeberattraktivität unternehmen.

>> Welche Bedeutung hat der Ausbildungsbereich in Ihrem Unternehmen und welche Ausbildungsprogramme bietet GRENKE an?

Kindermann: Wir bilden aktuell IHK Kaufleute aus in den Richtungen Büromanagement, Dialogmarketing, Informatik, Anwendungsentwicklung und Systemintegration. Daneben bieten wir Plätze für den betrieblichen Teil dualer Studiengänge an. Hierbei handelt es sich um die Fachrichtungen International Business, International Business Management Trinational, Accounting und Controlling sowie Angewandte Informatik und Wirtschaftsinformatik. Ziel unseres jährlichen Ausbildungsprogramms ist dabei grundsätzlich die Deckung des eigenen Personalbedarfs. Die Planung hierfür basiert ebenfalls auf der prognostizierten Geschäftsentwicklung. Unter dem Motto „Fordern und fördern“ lernen unsere jungen Nachwuchskräfte, sich früh mit entsprechender Flexibilität und Einsatzbereitschaft auf ein dynamisches Umfeld einzustellen.


1 Dr. Heitger, Barbara: „Resiliente Mitarbeiter – resiliente Organisationen?“. In: Zukunfts Forum Personal. www.zukunftsforumpersonal.de/dr-barbara-heitger.html (abgerufen am 4. August 2014)