Mittelpunkt Magazin

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Schnell allein reicht nicht

Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen“, soll Mahatma Gandhi einmal gesagt haben. Ein Satz, dem ich mich anschließen kann – wie vermutlich viele Andere auch, denn nicht umsonst ist „Entschleunigung“ zu einem Modewort unserer Zeit geworden. Tatsächlich tut es einfach gut, die Dinge gelegentlich bewusst langsam anzugehen, wenn der Kontext passt. Dennoch hat Geschwindigkeit viele gute Seiten, so lange sie nicht in sinnfreie Hektik ausartet.


Eine zentrale Voraussetzung für Geschwindigkeit ist die profunde Kenntnis des Terrains, auf dem man sich bewegt. Ein Schach-Großmeister beispielsweise spielt im Geist innerhalb kürzester Zeit Hunderte von möglichen Szenarien der Spielentwicklung durch. Das geschieht mit einer Mischung aus Fühlen und Denken, aus Intuition und Ratio. Eben weil er sich auf einem ihm bestens vertrauten Terrain befindet, helfen ihm Erfahrung, Intuition und ein über viele Jahre hinweg entwickelter Instinkt, bei der geistigen Simulation des weiteren Verlaufs einer Partie eine Geschwindigkeit zu erreichen, die für viele Menschen nicht mehr nachvollziehbar ist. Von außen sichtbar ist sie schon gar nicht, weil die meisten Spieler dabei ruhig bis fast regungslos vor ihrem Brett sitzen. Auch im geschäftlichen Umfeld hängt Geschwindigkeit oft davon ab, ob man auf bekanntem Terrain – oder im übertragenen Sinne in einem wohlvertrauten wirtschaftlichen Umfeld – bewegt. Das hat beispielsweise die Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 eindrucksvoll gezeigt. Einen konjunkturellen Absturz in dieser Dramatik hatte es in der Nachkriegszeit nie zuvor gegeben. Als Konsequenz hat sich die wirtschaftliche Entwicklung enorm verlangsamt, weil sich die Unternehmen erst einmal in dieser für sie neuen Situation zurechtfinden mussten. In dieser Zeit haben sie ihre Entwicklungsgeschwindigkeit gedrosselt, um sich auf das Überleben der Krise konzentrieren zu können. Im deutschsprachigen Raum ging es nach diesem Einschnitt wieder schnell und steil bergauf, aber in anderen Teilen Europas lähmen ihre Nachwirkungen und die anhaltende Staatsschuldenkrise bis heute das wirtschaftliche Wachstum.


In unserem Metier, dem Leasinggeschäft, spielt Geschwindigkeit eine große Rolle. Im Dreieck zwischen Kunde, Händler und Leasingunternehmen müssen wir dafür sorgen, dass Geschwindigkeit – oder besser: fehlende Geschwindigkeit – nicht zum limitierenden Faktor für den Verkauf wird. Das kann sehr schnell passieren, wenn der Kunde kaufen will, aber nicht kann, weil die Leasinggesellschaft keine klare Aussage trifft, ob sie die Finanzierung übernimmt.

 

Solche Entscheidungen sind für uns ein bestens vertrautes Terrain, weil wir seit 1978 am Markt sind und diese 35 Jahre genutzt haben, um alle Facetten der Finanzdienstleistungen zu studieren und zu analysieren. Dabei haben unsere internen Prozesse immer wieder intensiv durchleuchtet, in Richtung Entscheidungsfähigkeit und -geschwindigkeit optimiert und so als erstes Unternehmen am Markt eine standardisierte und kosteneffiziente Leasing-Logistik aufgebaut. Ein erheblicher Aufwand, aber er hat sich gelohnt, denn heute können wir schneller reagieren als jeder andere Dienstleister unserer Branche. Davon profitieren natürlich unsere Partner im Handel, weil ihnen unsere Geschwindigkeit hilft, schnell und flexibel auf die Wünsche ihrer Kunden zu reagieren.